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Im größten Steillagenweinbaugebiet der Welt ist die Königin der Rebsorten, die Rieslingrebe, die Nummer 1.

Die steilen Hänge der Flusstäler sind dicht mit Reben bepflanzt. Die Mosel und ihre Nebenflüsse Saar und Ruwer winden sich in engen Schleifen durch eine Kulturlandschaft, in der schon Kelten und Römer vor 2000 Jahren Wein kultivieren. Unzählige Funde, darunter mehrere Kelteranlagen aus römischer Zeit, zeugen von der großen Weinbautradition im "Dreistromland". Die geschützte Tallage macht die Region zu einer der wärmsten Klimazonen Deutschlands. Imposante Landschaft, Geschichte, Weinbau, hervorragende Gastronomie und ein vielfältiges Freizeit- und Wellnessangebot: Diese Kombination macht das Moselland und die angrenzenden Regionen zu einem beliebten Urlaubs- und Ausflugsziel.


Mosel ist das fünftgrößte deutsche Weinbaugebiet. Mehr als 5000 Winzer bewirtschaften rund 8.900 Hektar Rebfläche in 520 Einzellagen. Die Hälfte der Reben wächst auf Hängen aus Schiefergestein mit einer Steigung von mehr als 30 %. Steigungen von 50 und 60 % sind keine Seltenheit. Der steilste Weinberg Deutschlands liegt an der Mosel: der Bremmer Calmont mit 68 Grad Steigung. Maschinen können in diesen Steillagen und Terrassen, die den Reben ein hervorragendes Mikroklima bieten, kaum oder überhaupt nicht eingesetzt werden. Der Winzer muss die Arbeit von Hand erledigen.

Im größten Steillagenweinbaugebiet der Welt ist der Riesling unbestrittene Nummer 1. Über 5.000 Hektar sind an Mosel, Saar und Ruwer mit der edelsten Weißweinsorte bepflanzt, so viel wie nirgendwo sonst.
Die Kombination von Rebe, Mikroklima und Boden bringt in einer langen Vegetationsperiode einzigartig feinfruchtige Weine hervor. Der Schieferboden
speichert am Tag die Sonnenwärme und gibt sie nachts wieder ab.
Die Wurzeln der Reben dringen metertief in den Boden ein, um sich mit Wasser und Mineralien zu versorgen. Der Riesling hat durch seine lange Reifephase bis in den November hinein Zeit, Fruchtzucker, wertvolle Mineralstoffe und Vitamine in seinen Früchten zu sammeln. Die Natur liefert so die Basis für die Arbeit der Winzer.

Riesling ist aber nicht die einzige Spezialität der Moselaner: Eine Besonderheit der Mosel ist der bereits in römischer Zeit angebaute Elbling, aus dem frische, trockene und unkomplizierte Weine sowie Winzersekt erzeugt werden. Der Rivaner (Müller-Thurgau) nimmt nach Riesling mit rund 20 % der Anbaufläche den zweiten Platz ein. Der Rivaner ist ein fruchtig-trockener Wein, der vor allem zur leichten Küche passt und gerne als Sommerwein genossen wird. Zunehmend werden auch Weiß- und Grauburgunder gepflanzt. Der Anteil roter Rebsorten wie Spätburgunder und Dornfelder hat ebenfalls zugenommen und liegt bei knapp 6 % der Rebfläche.

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