Rauscher

Andere Bezeichnung für Federweißer; so genannt, weil während der Gärung durch die austretende Kohlensäure ein leichtes Rauschen hörbar ist.

Rebblüte


Befruchtung der Gescheine. Die Rebe zählt zu den Zwittergewächsen, das heißt, sie bestäubt sich selbst. Wenn die Gescheine (Traubenansatz vor der Blüte) den entsprechenden Entwicklungsstand erreicht haben, und die Witterungsbedingungen günstig sind, kommt es zum Abwerfen der sog. "Käppchen" (Außenhaut der Gescheins-Beeren). Unter den Käppchen befinden sich die Samenanlagen. Jede Gescheins-Beere besitzt ihre eigenen Samenanlagen. Beim Abwerfen werden die Pollen freigesetzt und die Gescheins-Beere wird bestäubt. Nach der Befruchtung spricht man von erst von Beeren bzw. Trauben.

Reblaus

Rebschädling, der im vorigen Jahrhundert im europäischen Weinbau zu dramatischen Verwüstungen geführt hat; man spricht daher regelrecht von der "Reblauskatastrophe".
Der Schaden, den die Reblaus anrichtet, beruht darauf, daß sie die Wurzeln anbohrt (Abbildung) und der Rebe so ihre Nährstoffe entzieht.

Rebschnitt


Der Rebschnitt dient in erster Linie der Formerhaltung des Rebstockes. Alle Triebe, die über den Sommer gewachsen sind und zum Erzielen des nächsten Ertrages nicht mehr benötigt werden, werden im Winter entfernt. Zurück bleiben die sog. Fruchtruten, die die neuen Früchte im laufe des Jahres ausbilden werden.

Refraktometer


Optisches Meßgerät zur Bestimmung des Zuckergehaltes von Traubensaft. Das Prinzip beruht auf der unterschiedlichen Lichtbrechung von Lösungen je nach deren Konzentration. Die Meßergebnisse werden in Oechslegraden abgelesen. Das Refraktometer arbeitet weniger genau als beispielsweise eine Mostwaage, die kleinen Handrefraktometer sind aber sehr bewährt zur Bestimmung des Reifezustandes der Trauben direkt im Weinberg.

Restzucker, Restsüße

Der Zuckeranteil, der nach abgeschlossener oder auch künstlich unterbrochener Gärung im Wein zurückbleibt. Die Bezeichnung ist unglücklich gewählt, denn auch ein völlig durchgegorener Wein kann "Rest"-Zucker aufweisen, wenn er nach der Gärung mit Süßreserven versetzt wird. Die Menge an Restsüße, insbesondere das Alkohol-Restzucker-Verhältnis, ist nicht willkürlich, sondern gesetzlich geregelt. Ein gewisser Restzuckergehalt gibt vor allem dem säurereichen Wein eine angenehme Abrundung, während zuviel Restsüße seine feineren Geschmackskomponenten überdeckt.

Riesling


Riesling ist unbestritten die deutsche Vorzeige-Rebsorte. Rieslingweine zeichnen sich durch feine Rasse, Eleganz sowie ein fruchtiges, an Äpfel und Pfirsich erinnerndes Bukett aus. Er reift sehr spät und stellt daher hohe Anforderungen an die Lage. In ihrer Lagerfähigkeit sind Rieslinge bei den Weißweinen unübertroffen.

Die Herkunft der Rebe ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich stammt sie von der am Rhein heimischen Wildrebe Vitis Vinifera Var. sylvestris ab. Auch der Ursprung des Namens bleibt unklar. Kommt er von Rusing (Rus = dunkles Holz) oder vom Rissling (rissig = reißen)?

Riesling S

Unter der geschützten Bezeichnung „Riesling S“ kommen künftig trockene Steillagenweine von Mosel, Saar und Ruwer auf den Markt, die besondere Qualitätsmerkmale erfüllen.
„Riesling S“ steht für Spitzenweine in harmonisch-trockener Geschmacksrichtung aus den weltberühmten Schiefersteillagen.

Roter Elbling


Der Rote Elbling ist eine Spielart des Weißen Elblings, der in allen Merkmalen, außer der Beerenfarbe, dem Weißen Elbling gleicht. Der Rote Elbling ist eine Mutation, deren Entstehung im Dunkel der Geschichte liegt. Das deutsche Weingesetz klassifiziert den Roten Elbling als weißen Wein. Die Farbe ist hellrot bis lachsfarben.

Rotwein

Wein der aus roten Trauben erzeugt wird. In Deutschland werden zwei Verfahren zur Rotweinproduktion angewandt. Bei der klassischen Maischegärung wird der Rotweinmost zusammen mit der Maische vergoren und so die rote Farbe aus den Beerenschalen extrahiert. Bei dem Verfahren der Maischeerhitzung wird die Maische über einen Wärmetauscher auf ca. 90 Grad Celsius erhitzt, wodurch eine starke Extraktion der Farbstoffe aus der Beerenhaut stattfindet. Nach dem Abkühlen der Maische wird diese abgekeltert und der Most vergoren.

Rückenetikett

Zweites Etikett auf der Rückseite der Flasche, das Angaben über Geschmack, Serviertemperatur und historisch Interessantes über den betreffenden Wein enthalten kann. Auch die Angaben für Diabetiker stehen auf diesem Etikett.

Rütteln (Handgerüttelt)


Wird in der Sektbereitung beim Verfahren der Flaschengärung durchgeführt, um die von der Gärung zurückgebliebene Hefe im Flaschenhals zu sammeln. Dazu wird die Flasche schräg auf ein Rüttelpult gestellt. Durch mehrmaliges drehen der Flasche und weiteres Schrägstellen der Flasche rutscht die Hefe in den Flaschenhals und kann beim Degorgieren entfernt werden.

   
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