Barriquefass
Kleines Eichenholzfass mit ca. 225 l Inhalt. Barriquefässer werden innen meist getoastet. Beim Toasten wird die Oberfläche des Holzes mit Feuer angeflammt. Durch die Oxidation des Holzes werden Stoffe freigesetzt, die später vom Wein absorbiert werden und zum klassischen Barrique-Geschmack führen. Die Intensität des Barrique-Geschmackes hängt vom Grad der Toastung sowie dem Alter des Fasses (Anzahl der Belegungen) ab.
Biowein
Volkstümlicher Ausdruck für Weine, die mit minimalem Einsatz an Pflanzenschutz- und Düngemitteln erzeugt worden sind. Zwar lassen sich im Labor keine signifikanten Unterschiede im Schadstoffgehalt von ordnungsgemäß konventionell erzeugtem Wein und Biowein feststellen, zweifellos wird aber mit den Methoden des ökologischen Weinbaus die Umweltbelastung verringert. Nach mittlerweile jahrzehntelangen Erfahrungen sind heute vielfach gute, charaktervolle Bioweine im Angebot. Sicherheit im Einkauf konsequent ökologisch erzeugter Weine bieten die Verbandssiegel der Öko-Anbauverbände, wie ECO VIN (Zeichen des Bundesverbandes Ökologischer Weinbau BÖW), Bioland, Naturland.
Blauer Spätburgunder
Was der Riesling qualitativ für die Weißweine bedeutet, ist der Blaue Spätburgunder unter den Rotweinen. Er verkörpert qualitativ die Spitze der Rotweinsorten. Seine Heimat liegt im Burgund, wo er als "Pinot Noir" in aller Munde ist.
Die dunkelroten Weine sind vollmundig, samtig, mit einem feinen, an Brombeeren, Kirschen und Mandeln erinnernden Aroma, das man auch als Burgunderton bezeichnet.
Oft wird der Spätburgunder im kleinen Holzfass (Barrique) ausgebaut.
Blindprobe
Weinprobe, bei der die Weine "verdeckt" angeboten werden, d.h. beim Proben darf die Herkunft des Weines nicht zu erkennen sein. Entweder löst man die Etiketten ab, oder man hüllt die Flaschen in Papier oder ein Tuch ein. Originalkorken der aufgezogenen Flaschen werden gegen neutrale Spitzkorken ausgetauscht.
Blume
Der angenehme Duft (Geruch) des Weines, der sich im Glas entfaltet. Man spricht von edler, zarter, feiner Blume. Auch der Ausdruck Bukett bezieht sich auf den Geruchseindruck
Böckser
Ein Gärfehler, der dem Jungwein einen unangenehmen, im Extremfall an faule Eier erinnernden Geruch und Geschmack verleiht. Durch Lüften und Filtrieren kann dieser Weinfehler wieder behoben werden, so daß er in der Praxis kein Problem darstellt.
Butte, Botte, Hotte
Gefäß von etwa 70 Litern Inhalt, das bei der Weinlese vom Buttenträger auf dem Rücken getragen wird, um die Trauben der Leser in den Rebzeilen zu sammeln und zum Traubenwagen zu transportieren. Man rechnet jeweils auf sechs bis neun Leser einen Buttenträger, je nach Neigung des Weinberges.